Medienmitteilung vom 1. April 2017
Glattalbahn wird vor Biber geschützt

Die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG plant Biberschutzanlage beim Brüelbach

Seit einiger Zeit ist an der Glatt ein Biber heimisch. Im Januar dieses Jahres wurde er erstmals im Bereich der Glattalbahn aktiv. Um Schienen und Fahrzeuge vor allfälligen Schäden zu schützen, plant die VBG im Abschnitt Auzelg – Herti Schutzwände aus Kunststoff.

Die Glattalbahn folgt über weite Strecken dem Verlauf der Glatt, die zwischen Dübendorf und Opfikon eine teilweise ursprüngliche Auenlandschaft bildet. Diese behagt auch dem Biber, der seit mehreren Jahren regelmässig gesichtet wird. Neuerdings scheint das dämmerungs- und nachtaktive Nagetier im Brüelbach ansässig geworden zu sein. Dort hat es mehrere Bäume in unmittelbarer Nähe des Glattalbahn-Trassees angenagt und mindestens einen davon gefällt. Der Brüelbach, ein Zufluss der Glatt, wird von der Glattalbahn zwischen den Haltestellen Auzelg und Herti gequert. Um Schäden an Fahrleitung oder Fahrzeugen durch unkontrolliert gefällte Bäume zu vermeiden, will die VBG den Gleisbereich zukünftig durch Schutzwände sichern.

Mehrere Lösungen für eine friedliche Koexistenz zwischen Biber und Tram wurden von der VBG eingehend geprüft. Optionen wie das präventive Fällen sämtlicher Bäume im Bereich von Querungen der Glattalbahn mit Bächen oder die Fernhaltung des Bibers mit Elektrozäunen oder ähnlichem kommen für die VBG nicht in Frage. Schliesslich leistet die Glattalbahn seit jeher einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität und zur ökologischen Vernetzung im Glattal. Mit ihrem Bau wurden insgesamt 72’160 Quadratmeter Blumenwiesen, vier Kilometer Hecken und 280 Bäume gepflanzt. Hinzu kommen über 5’000 Quadratmeter ökologische Ausgleichsflächen, primär als Lebensraum für Eidechsen und weitere Reptilien. Auch der Biber ist der VBG willkommen.

Die Schutzwände werden aus strapazierfähigem, rezyklierbarem Kunststoff gebaut, vergleichbar mit Lärm- und Windschutzwänden entlang von Autobahnen. In die Scheiben eingeschlossene schwarze Streifen im Abstand von 30 mm sind ein sichtbares Hindernis für Vögel. Der Bau der Schutzwände wird voraussichtlich rund 2 Millionen Franken kosten. Mit einer Fertigstellung wird bis Herbst 2017 gerechnet.

 

 

Medienmitteilung als PDF

Wir halten Kontakt
Weitere Auskünfte gibt Ihnen gerne die VBG Verkehrsbetriebe AG, via E-Mail oder unter der Telefonnummer: 044 809 56 00

medien@vbg.ch

Geschäftsbericht
Der Geschäftsbericht steht hier zur Ansicht
oder zum Download bereit:

Geschäftsbericht